Standards im Social Media Marketing

BVDW stellt Richtlinie für Social-Media-Monitoring vor

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Ansprechende Seiten und Gewinnspiele über Facebook, News-Tweeds über Twitter oder Accounts bei Google+ zu teilen ist zurzeit ein starker Trend. Die Liste der möglichen Kommunikationskanäle der sozialen Medien ist lang und offeriert Unternehmen eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Aufmerksamkeit bei den Zielgruppen zu erreichen. Laut einer Unternehmensbefragung des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.) setzt die Mehrheit der Unternehmen auf soziale Medien.

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Effektivität der Social Media Kanäle nur schwer messbar

Lange hat man den tatsächlichen Effekt der Social Media Nutzung jedoch nicht quantitativ erfasst. Klar war nur, sie haben einen Mehrwert, welchen aber genau und in welcher Höhe blieb oft ungeklärt. Mittlerweile versuchen jedoch mehr und mehr Firmen, ihre Social Media Aktivität auch in Zahlen zu erfassen, um den tatsächlichen Wert ihrer digitalen Kanäle und Kommunikationsstrategien zu bewerten. Das entscheidende Kriterium war in der Vergangenheit für die meisten Firmen allerdings nicht unbedingt die Umsatzsteigerung. Vielmehr ging es anfänglich noch darum, sich in der neuen Welt der Social Media einzufinden, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und die eigene Reputation aufzupolieren. Natürlich sind diese Kriterien auch indirekt mit dem Umsatz verlinkt, schließlich werden bekannte Produkte und positiv assoziierte Marken eher gekauft. Doch diese indirekte Messung ist für viele Unternehmen nicht mehr ausreichend, sie fordern eine transparentere Quantifizierung ihrer Aktivitäten im Netz. Ein verständlicher Standpunkt, denn eine valide Effektivitätsmessung ist grundlegend für eine Modifizierung der Werbestrategien. Diese direkte Messung von Social-Media-Aktivität und Ertragssteigerung erweist sich jedoch als sehr komplex. Zwar können quantitative Daten mit einer begrenzten Aussagekraft erhoben werden, beispielsweise Facebook-Fans oder Follower und Tweeds auf Twitter. Doch daraus lässt sich weder eine genaue Einsicht zur Kaufkraft der Fans ziehen noch die tatsächliche Effektivität einer Werbemaßnahme feststellen. Die digitalen Kennzahlen bleiben relativ, Aussagen über deren Umsatzbezug vage und spekulativ. Die Erarbeitung eines validen Erfolgskriteriums ist daher für viele Unternehmen ein dringliches und notwendiges Unterfangen geworden.

BVDW stellt erstmals branchenübergreifende Richtlinie für Social-Media-Monitoring vor

Die Fachgruppe „Social Media“ des BVDW stellte nun am 17. April 2013 eine Richtlinie für ein branchenübergreifendes Monitoring der sozialen Kanäle vor. Diese berücksichtigt die zurzeit am häufigsten genutzten Medien und zielt auf eine marktübergreifende Erfolgsmessung ab, welche qualitativ hochwertige Daten liefert und damit auch eine höhere Aussagekraft der Monitoring-Inhalte ermöglichen soll. Manuelle Eingaben sollten außerdem so weit es geht reduziert werden, um das Monitoring so ökonomisch wie möglich zu halten. Die Vorsitzende der Fachgruppe, Anna-Maria Zahn, macht deutlich, die Richtlinie müsse natürlich kontinuierlich an die jeweiligen Markt- und Medienentwicklungen angepasst werden. Die veröffentlichte Richtlinie stelle aber schon mal einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer professionellen Monitoring-Anwendung dar.