Einfluss der Online-Reputation

Die Hälfte aller Internetnutzer unterschätzt die Folgen ihrer Tätigkeiten im Netz

  • Online Reputation Management

Gerade mal jeder Zweite macht sich Gedanken über die Konsequenzen seiner Online-Aktivitäten im Hinblick auf seinen Ruf oder den einer anderen Person. Dabei berichten mittlerweile schon 16 Prozent der deutschen User, dass sie durch die Handlungen anderer im Internet bereits negative Folgen erfahren haben.

Tiefe Einblicke in die Privatsphäre

Im Internet kann man mittlerweile Informationen zu fast jedem Menschen finden und dementsprechend urteilt man über andere nicht mehr auf Basis der persönlichen Erfahrungen, sondern auf Basis dessen, was man im Internet findet. Dies wurde auch von einer Microsoft-Umfrage, die für den Europäischen Datenschutztag zum 28. Januar durchgeführt wurde, bestätigt.

95 Prozent der deutschen Internet-User ergreifen Maßnahmen, um ein Online-Profil zu erstellen und zu verwalten - beispielsweise posten sie Beiträge und Meinungen zu bestimmten Themen auf Social Media Channels -, jedoch ist sich nur die Hälfte der Erwachsenen und lediglich ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen darüber im Klaren, dass ihre Webaktivitäten dauerhafte Folgen für ihre Online Reputation haben können. 5.000 Internet-User aus Deutschland, Kanada, den USA, Irland und Spanien wurden für die Studie von Microsoft zum Thema Online Reputation befragt. In der Studie werden die unterschiedlichen Verhaltensweisen von den Webnutzern im Internet dargestellt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Online-Profile sowie die Reputation einer Person im Netz.

Kein normal denkender Mensch würde einfach nackt die Einkaufsstraße entlanglaufen; sich im Internet jedoch „auszuziehen“ und eine beträchtliche Menge an privaten Informationen öffentlich zu teilen ist nichts Unbekanntes mehr und die Auswirkungen werden meistens unterbewertet. Dies zeigen auch die Resultate der Microsoft-Studie. Gerade soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook oder Twitter fungieren als eine Art Plattform für Meinungsbildung. Heutzutage werden oftmals Urteile über Menschen auf Grund von Informationen aus dem World Wide Web gezogen. Sowohl für die private als auch für die berufliche Zukunft können solche Eindrücke fatale und langwierige Konsequenzen haben. Aus diesem Grunde ist es von großer Bedeutung, dass Internetnutzer sich bewusst sind, dass alle hinterlassenen Spuren im Internet die Urteilsbildung beeinflussen.

Tipps & Tricks für die Online Reputation

Sämtliche Online-Tätigkeiten eines Internetnutzers haben einen Effekt auf seine Online Reputation: E-Mails, Fotos, Videos, Kommentare, Facebook Likes, Google +1s, Online-Shopping etc. Hier gibt es ein paar einfache Tipps & Tricks, wie man sich selber im Internet verhalten sollte und wie man seine Online-Aktivitäten am besten steuert:

  1. Suchen Sie nach Ihrem Namen in Suchmaschinen und bewerten Sie, ob Sie das, was dort erscheint, mit der Welt teilen möchten.
  2. Trennen Sie private und berufliche Online-Profile, denn auch bei der Bewerbung für eine neue Arbeitsstelle kann die Online Reputation das entscheidende Kriterium sein.
  3. Nutzen Sie die Privatsphären-Einstellungen in den sozialen Netzwerken sinnvoll.
  4. Überlegen Sie im Vorhinein genau, welche Folgen das Hochladen eines bestimmten Bildes oder Videos mit sich ziehen könnte. Teilen Sie auch Ihren Freunden mit, wenn Sie nicht möchten, dass sie Dinge über Sie im Netz verbreiten.
  5. Seien Sie ein fairer User und verhalten sich respektvoll gegenüber den Mitmenschen im Internet.