Responsive wird zur Pflicht

Einfluss mobiler Benutzerfreundlichkeit auf die Online-Reputation

  • Online Reputation Management

Es ist noch nicht lange her, dass Google einen neuen Suchalgorithmus eingeführt hat, der die mobile Benutzerfreundlichkeit von Webseiten als Rankingfaktor miteinbezieht. Auch auf das Reputationsmanagement wirkt sich diese Neuregelung aus. Um weiterhin in den Suchergebnisse möglichst weit vorne zu erscheinen, sollten Unternehmen ihre Websites deshalb schleunigst auf ihre mobile Tauglichkeit hin überprüfen.

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Handlungsbedarf bei der Optimierung von Webseiten hinsichtlich ihrer mobilen Benutzerfreundlichkeit

Die Bedeutung von Smartphones steigt nahezu von Tag zu Tag. In baldiger Zukunft werden wohl mehr Suchanfragen von Smartphones und Tablets aus gestartet als vom Computer. In einigen Ländern, darunter die USA und Japan, ist dies einer offiziellen Meldung von Google zufolge bereits jetzt schon der Fall. Dies ist auch der Grund, weshalb der Konzern vor einigen Wochen einen neuen Suchalgorithmus eingeführt hat, der die Mobile-Friendliness einer Website als Rankingfaktor berücksichtigt. Von nun an gilt also, wer im Google-Ranking möglichst weit vorne gelistet werden will, muss seine Website mobil-freundlich ausrichten. Welche Folgen die Einführung des neuen Suchalgorithmus in der Praxis haben wird, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Fest steht allerdings: Google misst der Smartphone- und Tabletnutzung eine sehr hohe Bedeutung bei und wird solche Webseiten-Betreiber abstrafen, die in dieser Hinsicht nicht gut aufgestellt sind.

To-Do-Liste für Webseiten-Bertreiber

Auch für Unternehmen und private Betreiber von Websites ist es jetzt natürlich interessant zu wissen, was Google im Rahmen des neuen Suchalgorithmus überprüft und wie die eigene Website am besten an die neuen Kriterien angepasst werden kann. Für Webseiten-Betreiber ergibt sich dabei im Wesentlichen folgende To-Do-Liste:

  • Achten Sie auf Ihre Schriftgröße und die Größe der Navigationselemente. Diese dürfen nicht zu klein sein, damit sie beim Aufruf mit mobilen Geräten auch mit dem Finger bedient werden können.
  • Verwenden Sie keine Inhalte, die auf mobilen Geräten nicht angezeigt werden können. Die Einrichtung von Inhalten wie Adobe Flash, JavaScript Pop Ups oder ähnlichen Inhalten führt von nun an zur Abstufung.
  • Aktualisieren Sie Ihre Website regelmäßig und füllen Sie sie mit qualitativem Inhalt. Achten Sie dabei besonders auf eine Kompatibilität mit mobilen Geräten. Greifen Sie hierbei auch gerne auf repräsentative Statistiken zurück, um die Bedürfnisse der smarten Nutzer besser befriedigen zu können.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website auch von portablen Geräten aus leicht zu bedienen ist. Die Frustrationsgrenze ist hier bei mobilen Nutzern Umfragen zufolge nämlich nicht sehr hoch. Kann eine Seite nicht einwandfrei geladen und angezeigt werden, wird diese in Zukunft weniger genutzt.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Website mobil-freundlich ist, können Sie dies mit dem entsprechenden Google Developer Tool zuverlässig testen.

Dass Google mit seiner Einschätzung bezüglich der drastisch steigenden Zahlen an Smartphone- und Tabletnutzern wohl richtig liegt, unterstützen auch diverse in Deutschland durchgeführte Studien.

Nutzten im Jahre 2010 noch nur 1,6 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig ein Tablet zum Surfen im Internet, so werden es 2018 bereits 38 Millionen sein. Das ist fast die Hälfte aller Deutschen. Bezogen auf die Nutzung von Smartphones sind die Zahlen noch höher. Aktuellen Angaben zufolge sollen 2015 über 35 Millionen Menschen in Deutschland ein mobiles Telefon besitzen.

Fazit

Bereits heute nutzt fast die Hälfte der Bevölkerung mindestens ein mobiles Endgerät. In nicht allzu ferner Zukunft werden smarte Geräte die primäre Quelle für den Internetzugang sein. Google hat sich mit der Einführung des neuen Suchalgorithmus bereits jetzt auf diese Entwicklung eingestellt. Auch Webseiten-Betreiber müssen nun reagieren. Wer seine Online Reputation schützen will, muss seine Website daher dringend mobil-freundlich ausrichten.