Persönliches Online-Profil schärfen

Die eigene Online Reputation im Internet

Leute schirmen ihre Identität im Internet komplett ab und doch sind diese ständig im Web auf der Suche nach der Identität anderer Personen.

Von Zeit zu Zeit haben sich verschiedene größere und kleinere Trends im Bereich Online Reputation Management entwickelt. Im Folgenden werden diese erläutert und genauer betrachtet.

Das Überwachen seiner eigenen Online Identität und dem Zugehörigen Ruf hat sich in den vergangenen Jahren im Bereich Suchmaschinen enorm gesteigert. Noch im Jahr 2006 nutzten nur 47% der Erwachsenden Personen im World Wide Web Suchmaschinen um Informationen über sich selbst herauszufinden. Heute im Jahr 2010 sind es bereits 57%.

Eine weitere extreme Steigerung zeichnet sich in den Sozialen Netzwerken ab, in denen immer mehr persönliche Informationen von den Internetnutzern preisgegeben werden.
Im Jahr 2006 hatten nur 20% der Surfer einen Account in einem Sozialen Netzwerk, während sich diese Zahl im Jahr 2010 auf 46% der Erwachsenen gesteigert hat.

Somit liegt die Schlussfolgerung nahe, dass genau nach diesen virtuellen Informationskatalogen über Privatpersonen gesucht wird. So ergibt eine Studie, dass etwa 46 % der Internet Nutzer im Internet nach Informationen über Personen suchen. Vor vier Jahren taten dies nur etwa ein Drittel der Internetnutzer.
Noch erstaunlicher sind die Zahlen im Bereich des gegenseitigen Ausspähens unter Freunden geworden. So haben im Jahr 2006 nur 26% regelmäßig nach ihren Freunden im World Wide Web gesucht und dafür Suchmaschinen verwendet. Dieser Wert ist auf 38% im Jahr 2010 gestiegen. Damit wird nicht primär die Entwicklung des Social Network Giganten Facebook unter Betrachtung gezogen, sondern das gezielte Suchen via Suchmaschinen, am häufigsten demnach via Google.

Doch in den Sozialen Netzwerken sind die Nutzer aufgrund von einschlägigen Warnungen seitens Datenschützern und Politikern vorsichtiger geworden. So geben etwa 65 % der Nutzer von Sozialen Netzwerken an, dass sie ihre Privatsphäre-Einstellungen so konfiguriert haben, dass nicht komplett alle Informationen für jeden Internetnutzer über sie einsehbar sind.

Bezieht man das Beispiel auf Soziale Netzwerke wie Facebook, die VZ-Netzwerke oder MySpace so geben 56% der Nutzer an, dass sie schon Freunde von ihren Kontakten dort gelöscht haben. Zudem sagen 52%, dass sie Freunden in ihren Sozialen Netzwerken gewisse Einschränkungen geben d.h. nicht jedes Update seines Status oder Informationen innerhalb der Profile werden jedem zugänglich gemacht.

Nur 36% der Nutzer von Sozialen Netzwerken geben wiederum an, dass sie bestimmte Kommentare von anderen Usern auf ihrem Profil schon gelöscht haben, sowie nur 30% der Nutzer jemals ein sie identifizierendes Foto gelöscht haben.

Doch die mangelnde Transparenz hat auch ihre Vorteile. So ergibt eine Studie, dass Leute die häufig das Internet nutzen und unter anderem in Sozialen Netzwerken vertreten sind, 40% mehr von alten Freunden wiedergefunden werden. Dieser Wert lag im Jahr 2006 noch bei 20%. Das Finden von alten Freunden via Internet wird also immer bedeutender. Wer also gefunden werden möchte, sollte sich aktiv im Internet verhalten.

Die Hälfte der World Wide Web Nutzer haben schon neue Menschen über das Internet kennengelernt, welche zu Freunden wurden. Besonders unter jungen Menschen ist die immer häufiger der Fall. Doch nicht nur werden Leute im Internet kennengelernt und dann im realen Leben getroffen, vielmehr entstehen immer häufiger Webfreundschaften, die komplett über das Internet gepflegt werden.

Auch in der Arbeitswelt nimmt die Bedeutung des Internets immer weiter zu. So sagen circa 12% der Internetnutzer, dass es ein Teil ihres Jobs ist sich selbst im Internet zu vermarkten. Somit wird die Wahrung und Pflege seines Online Rufes ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg im Geschäftsleben. Online Reputation Management wird also zu einem tragenden Gesichtspunkt. Oftmals wird auch zunehmend in der Arbeitswelt unvorsichtig mit Informationen über sich selbst umgegangen. Immer häufiger finden Arbeitgeber über ihr Angestellten negative Informationen via Google heraus. Doch auch andersherum kann dieses Szenario entstehen. Zudem legen Firmen immer größeren Wert darauf, dass ihr Ruf im Internet sauber bleibt, denn nicht nur Privatpersonen sollten vorsichtig mit dem Umgang ihrer Reputation im Internet sein, gerade Klein- bis Mittelständige Unternehmen sind oftmals von einer diffamierenden Reputation durch negative Beiträge über sie im Internet betroffen.