Social Media Marketing

Soziale Medien: Strategiewahl für Unternehmensgewinn entscheidend

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Das Kosten-Nutzen Verhältnis bei  altbekannten Marketingmethoden ist in den letzten Jahren zunehmend aus den Fugen geraten. Während die Kosten gleichermaßen hoch geblieben sind, hat sich der Nutzen für ein Unternehmen vergleichsweise minimiert: Flyer werden hinter der nächsten Ecke achtlos weg geworfen, telefonische Befragungen nach ein paar Worten beendet. Herkömmliche Marketingaktionen sind offenbar nicht nur ineffektiv, sondern auch höchst unökonomisch geworden.

Viele Marketingstrategien ineffektiv geworden

Soziale Netzwerke werden in vielen Branchen als Lösung der Probleme gesehen. Die Gründe sind offensichtlich: Während die Ausgaben niedrig bleiben, lassen sich Kontakte intensivieren und der Firmenumsatz drastisch erhöhen. So ist jedenfalls die gängige Theorie. Viele Unternehmen scheitern jedoch schnell an der praktischen Umsetzung und distanzieren sich in Folge dessen wieder von sozialen Netzwerken. Dabei wird übersehen, dass die Gründe des Scheiterns oftmals nicht bei den sozialen Medien, sondern in der inadäquaten Erwartungshaltung und den genutzten Methode des jeweiligen Unternehmens liegen. Eine Konsultation externer Berater ist daher oft sinnvoll.

Kundenbindung durch Sozialen Medien: Paradebeispiel Starbucks

Ein Unternehmen, welches sich die Nutzung sozialer Medien so optimal wie kaum ein anderes zum Instrument gemacht hat, ist die Kaffeehauskette Starbucks. Die effektive Popularisierung schlägt sich in einschlägigen Zahlen nieder: Im sozialen Netzwerk Facebook geben über 27 Millionen Nutzer an, dass sie Starbucks Sympathisanten sind, alleine für die Facebook Seite „Starbucks Deutschland“ sind es schon über 300.000. Bei Twitter verfolgen rund 1,5 Millionen „Follower“ die Neuigkeiten des Konzerns. Damit übertrifft Starbucks sogar Riesenkonzerne wie Coca-Cola oder Disney.

Starbucks hat dabei eine eindeutige Strategie gewählt: Authentizität und Stärkung des „Wir-Gefühls“. Kunden sollen an der Entwicklung des Konzerns beteiligt werden. Als Starbucks seine eigene Facebook-Seite ins Leben rief, nahm der Konzern beispielsweise zunächst mit allen bereits bestehenden, durch Fans kreierten Seiten Kontakt auf und gab so die Möglichkeit, einen Beitrag zum offiziellen Auftritt zu leisten. Außerdem wurde die Seite „My Starbucks Idea“ ins Leben gerufen, auf der Kunden und Fans ihre Inspirationen und Ideen rund um den Starbucks-Konzern ins Gespräch bringen und in den direkten Kontakt mit Mitarbeitern des Konzerns treten können.

Gleichzeitig setzt Starbucks auf die gegenseitige Verstärkung der Kunden untereinander. So startete der Konzern zum Vertrieb seines neuen Instant-Kaffees eine unkonventionelle und effektive Marktstrategie: Er rief die Fans auf, Fotos von der Zubereitung dieses Produkts an alltäglichen der ausgefallenen Orten rund um den Erdball zu fotografieren und diese Bilder auf Facebook hoch zu laden.

Was bei der Erfolgsgeschichte von Starbucks heraussticht, ist die richtige Zusammensetzung aus Produktvermarktung und ernsthafter, kommunikativer Auseinandersetzung mit dem Kunden. Alexandra Wheeler, die Chefin der globalen Digitalstrategie von Starbucks, ist der Auffassung, bei Social Media stehe die Beziehung zu Kunden im Vordergrund, nicht das Marketing. Eins jedoch wird aus dem digitalen Auftritt Starbucks deutlich: Durch die Kundenbindung über soziale Medien wird auch das Marketing effektiv.