Suchmaschinen Alternative

Start der Suchmaschine blekko: Kampf dem Spam

  • Suchmaschinenoptimierung

Am Wochenende startete die Suchmaschine Blekko ihren öffentlichen Betatest. Im Vorfeld gelang es den Entwicklern 24 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren einzutreiben. Dieses Kapital soll der Suchmaschine nun zum großen Durchbruch verhelfen. Die Entwicklung des Projekts läuft bereits seit 3 Jahren.

Der Hauptunterschied zwischen blekko und anderen Suchmaschinen ist ein Feature namens „Slashtags“. Mit Hilfe bestimmter Begriffe lässt sich die Suche auf einen kleinen Bereich des Webs einschränken. Sucht man beispielsweise nach "food/ berlin" erhält man einen gastronomischen Überblick Berlins. Lautet der Slashtag dog/ funny zeigt blekko lustige Filme und Bilder mit Hunden.

Blekko Nutzer sollen nun möglichst viele dieser Slashtags anlegen und mit realen Websites in Verbindung bringen. Genau genommen handelt es sich um Kategorien, die mit Inhalten in Form von Websites gefüllt werden. Dieser Ansatz hat den entscheidenden Vorteil, dass die Suchergebnisse Spam-frei bleiben, sofern sich alle Nutzer an die Spielregeln halten und keine Spam-Seiten in die Slashtags aufnehmen.

Viele Slashtags wurden bereits von den Entwicklern blekkos definiert. Hinzu kommen die Nutzer-generierten sowie bestimmte Themen-Slashtags. Möchte man sich einen genaueren Überblick über die Slashtags verschaffen, empfiehlt es sich, die Website von blekko zu besuchen. Hier werden die Slashtags genauer erklärt und nach zwei Suchanfragen hat man den Dreh bereits raus.

Nach drei Jahren Entwicklung steht Blekko nun in Form einer öffentlichen Betaversion zur Verfügung. Passend zu diesem Meilenstein wurde auch ein neues Feature integriert. Sucht man nach Themen aus den Bereichen Gesundheit, College, Autos, Finanzen, Songtexte, Rezepte und Hotels, werden ab sofort automatisch die entsprechenden Slashtags angehängt, um die Suchergebnisse zu säubern. Bei Google und Bing findet man bei diesen Themen erfahrungsgemäß sehr viel Spam.

Mit dieser Lösung wendet sich Blekko bewusst gegen Algorithmus-Systeme wie bei Google, bei denen immer öfter speziell designte spam-artige Webseiten in der Suche auftauchen. Ob es sich langfristig gesehen zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Google und Microsoft entwickeln könnte, bleibt abzuwarten. Das Konzept hört sich vielversprechend an.