Grüne Alternative

Ecosia.org – Eine wirklich umweltfreundliche Suchmaschine?

Die Suchmaschine Ecosia.org verspricht dem Nutzer pro Suchabfrage 2qm² Regenwald zu schützen.
Dabei kooperiert der Anbieter mit den Suchmaschinen Bing, Yahoo und dem WWF.

Ecosia Logo

Über die Suchmaschinen Bing und Yahoo bezieht Ecosia seine Suchergebnisse. Diese werden von Bing auf die mit Ökostrom laufenden Ecosia.org Server umgeleitet. Durch gesponserte Links verdient die Suchmaschine 0,13 Cent pro Suchanfrage – so behauptet das Unternehmen. Diese fließen zu 80% in das Regenwaldschutzprojekt des WWF ein , welcher dann Regenwald kauft und schützt – so die Theorie.

Doch was geschieht mit den restlichen 20% ? Offensichtlich müssen Yahoo und Bing an diesem Projekt ein bestimmtes Interesse verfolgen, sonst würden sie nicht ihre Suchergebnisse zur Verfügung stellen. Zudem muss Ecosia.org laufende Betriebs- und Serverkosten begleichen und Ökostrom ist bekanntlich teuer. Wer sind also die wirklichen Profiteure von diesem Projekt ? Probiert Yahoo und Bing mit Ecosia dem Marktführer Google, welcher nicht mit Ecosia koopertiert, zu schaden ?
Zudem stellt sich die Frage ob zwei Quadratmeter geschützter Regenwald wirklich realistisch sind.
Ecosia behauptet, dass etwa 2% der Suchenden einen gesponsorten Link anklicken, wodurch sich die Rechnung von 0,13 Cent pro Suchanfrage ergibt.

Angenommen es lassen sich durch 0,26 Cent zwei Quadratmeter Regenwald kaufen, dann ist es höchst fraglich ob sich diese dann auch Dauerhaft schützen lassen. Denn das Problem ist allgemein bekannt – Regenwald kaufen ist günstig, ihn vor Abrodung  zu schützen teuer und fast unmöglich.
Einen signifikanten Marktanteil konnte sich Ecosia durch ihr Versprechen von zwei quadratmeter geschützten Regenwald pro Suchanfrage noch nicht erkämpfen. Eine gezielte Suchmaschinenoptmierung für Ecosia.org ist also noch wenig sinnvoll, zumal die Suchmaschine eine Kombination aus Bing und Yahoo verwendet, die es erstmal zu entschlüsseln gilt.