Politik und Social Media

Social Media als Wahlkampfinstrument in den USA

  • Social Media Marketing

Der Republikaner Mitt Romney kämpft dieses Jahr für die Präsidentschaftskandidatur in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dazu bedient er sich so geschickt wie kaum einer seiner republikanischen Konkurrenten der sozialen Medien, alleine auf Facebook besitzt er 1,3 Millionen Fans. „Eine Facebook-Seite ist wie eine Goldmine an Daten“, so ein Online Stratege der Republikaner. „Das Lager um Romney hat das begriffen.“. Dabei testet Romney vor allem die Reaktionen auf seine Posts und Nachrichten auf Facebook und Twitter um dann seine Statements und Slogans den Stimmungen der lokalen Wähler anzupassen, abgestimmt auf demographische und kulturelle Subgruppen. Diese Strategie wurden am 2. Februar 2012 von Erfolg gekrönt: mit einem klaren Sieg der Vorwahlen im Staat Florida.

Aber selbst wenn Romney die republikanische Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur schafft – er muss es immer noch mit Obama aufnehmen. Barack Obama könnte sich im Bezug auf Social Media Nutzung als mindestens ebenbürtig erweisen: bereits 2008 nutze dieser die sozialen Kanäle erfolgreich um eine Masse an Unterstützern zu mobilisieren.

Und die Technologie hat sich in den letzten vier Jahren weiterentwickelt: es gibt noch schnellere, ökonomischere und einfachere Möglichkeiten, die es politischen Kandidaten ermöglicht auf einen Blick die wichtigsten persönlichen Merkmale ihrer Anhänger durch die sozialen Medien einzusehen: welche anderen politischen Gruppen sie mögen, welche Artikel sie bevorzugt lesen, welche Autos sie fahren und was für Musik sie hören.

Und die Technologie hat sich in den letzten vier Jahren weiterentwickelt: es gibt noch schnellere, ökonomischere und einfachere Möglichkeiten, die es politischen Kandidaten ermöglicht auf einen Blick die wichtigsten persönlichen Merkmale ihrer Anhänger durch die sozialen Medien einzusehen: welche anderen politischen Gruppen sie mögen, welche Artikel sie bevorzugt lesen, welche Autos sie fahren und was für Musik sie hören.

Diese online gewonnenen Informationen können dann in den offline Strategien genutzt werden, z.B. ein Werbespot zwischen einer Sendung gesendet werden die viele Anhänger schauen oder ein Lied im Hintergrund abgespielt werden, welches oft geliked oder positiv kommentiert wurde – die Nutzung der online Daten ist vielfältig. Und sie soll auch diejenigen erreichen, die ähnliche Präferenzen haben und somit vielleicht potentielle Anhänger des jeweiligen politischen Lagers sind. Facebook, Twitter und Co. machen eine noch nie dagewesen Einsicht in neue Wählerschichten und deren vielschichte Profile möglich.

Barack Obama hatte 2008 bereits ein großes Team von Web Analysten an der Hand. Und kündigte bereits an, diesen Bereich in den nächsten Monaten noch zu erweitern. Beide Parteien werden mit neuen Strategien aufwarten, aber in den letzten vier Jahren haben die Republikaner den großen Paradigmenwechsel zu den sozialen Medien ebenfalls gewagt. Sie sind somit nicht länger eine exklusive Strategie der Demokraten - Umso spannender könnten die Wahlen in den USA dieses Jahr werden.