Trendanalyse

Die Zukunft des Social Media Marketing: Experten sind zuversichtig

  • Social Media Marketing

Social Media Marketing ist momentan in aller Munde. Noch wird diesem Thema seitens der Unternehmen ein geringer Stellenwert beigemessen, Social Media wird aber in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Marketing hat diesen Trend nun bestätigt.

Soziale Netzwerke wie Facebook, XING, oder LinkedIn werden in Zukunft häufiger genutzt um bestimmte Unternehmensziele zu erreichen. Dies folgt aus einer Umfrage des Deutschen Instituts für Marketing (DIM). Befragt wurden Experten aus verschiedenen Branchen wie Handel, Finanzen, Industrie aber auch Dienstleistungen, Öffentlicher Dienst und Medien. In Branchen, die traditionell dem Internet nahestehen, sind Dienste wie Facebook bereits jetzt schon als wichtigster Kommunikationskanal zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden auszumachen.

Zunächst ist bemerkenswert, dass 39,4 % der Befragten angeben, Social Media hätte in Ihrem Unternehmen einen geringen bis sehr geringen Stellenwert. Stellt man einen Zusammenhang mit den meistbesuchten Seiten im Netz her, bleibt dem Beobachter nichts weiter übrig als sich zu wundern. Dort findet man Dienste wie Facebook, Twitter, oder auch Youtube schon lange in der Spitzengruppe. 

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Allerdings sieht der Blick in die Zukunft recht zuversichtlich aus. Über 70 % der Befragten gaben an, dass die Bedeutung von Social Media Marketing zukünftig zunehmen wird. Trotzdem wird diese Prognose im weiteren Verlauf der Studie etwas getrübt. Nur etwa die Hälfte der Befragten bestätigte die These, wonach Social Media Marketing ein „vielversprechendes Tool“ wäre. Diese Zwiespältigkeit stellt im Moment noch die größte Hürde dar, die das Social Media Marketing nehmen muss, um als gleichwertig gegenüber den gängigen Marketing-Instrumenten angesehen zu werden.

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Die Klassifizierung der einzelnen Dienste nach deren Wichtigkeit brachte keine Überraschung zu Tage. Soziale Netzwerke wie Facebook oder XING stehen unangefochten an der Spitze. Gefolgt werden diese von Blogs, Foren und Microblogging-Diensten. Am wenigsten wichtig erscheinen den Befragten die Social Bookmarking Dienste.

Bei der Frage der Budgetierung sieht das Bild noch etwas trüb aus. Etwa die Hälfte der Befragten geht von einer moderaten Erhöhung der Budgets aus. Etwa ein Viertel erwartet in diesem Bereich gar keine Investitionen.

Ich möchte mich nun von der Studie abwenden, und mich im Folgenden mit der Zukunft von Social Media im Allgemeinen beschäftigen.

Viele Prognosen sprechen von einer „Online Identität“ eines jeden Users. Dank ausgereifter Software soll es dann möglich sein zwischen verschiedenen Netzwerken zu „switchen“. Der lästige Login würde somit entfallen, da das jeweilige Netzwerk erkennt wer da gerade anklopft. Über den einzelnen Netzwerken würden dann globale Netzwerke entstehen, die Ihre Mitglieder automatisch nach bestimmten Kriterien und Interessen rekrutieren. So können auch Menschen in Kontakt treten, die zwar ähnliche Interessen haben, aber sich bei verschieden Netzwerken angemeldet haben.

Diese Entwicklung wird konsequenterweise die klassische Werbung überflüssig machen. Der vernetzte User wird sie schlichtweg nicht mehr brauchen. Vor Kaufentscheidungen wird dieser lieber seine Freunde und Bekannten konsultieren. Langfristig gesehen wird diese Entwicklung den Einfluss von Marken zumindest begrenzen.

Später werden die Netzwerke in der Lage sein, die Präferenzen und Vorlieben ihrer User zu erkennen. Der Dienst „Facebook Places“ ist der Beginn dieser Entwicklung. Jeder User kann z.B. das Restaurant, wo er gerade gegessen hat, für seine Freunde bewerten. Ist er gerade noch da, können es die Freunde sofort sehen und sich eventuell anschließen. Places bündelt diese Ansammlung von Kommentaren und Empfehlungen und wird vielleicht irgendwann in der Lage sein, schon morgens zu bestimmen in welche Bar wir abends gehen werden.

Wohin diese Entwicklung münden wird, kann jeder für sich selbst überlegen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.